Das ÜberMacBook (Pro)

Endlich ist es so weit: 4GB-SODIMM DDR3 Speicherriegel sind in bezahlbare Bereiche runtergerutscht und Seagate hat eine Festplatte (Momentus XT) herausgebracht, welche die Geschwindigkeit einer SSD-Festplatte mit dem günstigen €/GB-Verhältnisses einer konventionellen Festplatte kreuzt.

Dieser Artikel bezieht sich auf mein MacBook Pro (Mid 2009, A1286). Wenn du ein anderes Modell hast prüfe vorher welchen Speicher du brauchst (zB. mit Mactracker) und schaue nach ob du die Festplatte wechseln kannst (Anleitungen auf iFixIt) bzw. es darfst. Denn, bei einigen Modellen verlierst du die Garantie, wenn du die Festplatte selbst wechselst.

Vorher

Bis dato schmückte das Innenleben meines MacBooks eine gewöhnliche von Apple verbaute 500GB 5400RPM Festplatte, auf der im übrigen noch 140GB frei sind. Den Speicher hatte ich von Apple gleich auf 4GB aufrüsten lassen.

Sobald eine virtuelle Maschine mit 1GB Ram lief, lies sich der Mac nicht mehr flüssig bedienen. Auch sonst war nach einiger Zeit der Benutzung der Speicher komplett ausgelastet und beim starten größerer Programme verging eine Ewigkeit.

Umbau

Was also tun? Mein Wunsch war mehr Speicher (2x 4GB) und eine SSD-Festplatte (Solid State Drive, 500GB). Doch beides ist bis dato unbezahlbar gewesen. Speicher unterliegt einem kontinuierlichem Preisverfall und liegt heute am 14.07.2010 bei ca. 100€ pro 4GB SODIMM DDR3 Speicherriegel. Bleibt nur noch das Problem mit der SSD. Und da kommt Seagate ins Spiel. Die haben einer herkömmlichen Festplatte mit drehenden Scheiben einfach ein bisschen zusätzlichen schnellen Pufferspeicher verpasst. Diese 4GB reichen aus, um die am häufigsten verwendeten Daten schnell zur Hand zu haben, eben so schnell wie bei einer SSD. Welche Daten das sind entscheidet die Festplatte selbst. Das gute daran, die ganze Technik ist für den Mac transparent und somit müssen keine Treiber installiert oder sonst irgendwelche Einstellungen vorgenommen werden.

Nun aber zum Praktischem.

Hier mein kleiner Umbau-Master-Plan:

  • neue Festplatte über USB/Firewire anschließen (braucht man natürlich ein Gehäuse oder Dock Für)
  • alte Festplatte auf neue Klonen (z.B. mit CarbonCopyCloner, das dauerte bei mir ca. 5h)
  • Mac ausschalten (also richtig, Stand-By könnte folgenschwere Nachwirkungen für den Mac haben)
  • Anleitung zum Festplattenwechsel und Speicherwechsel bei iFixIt befolgen
  • Wenn alles gut läuft, sollte der Mac wie gewohnt starten

Nachher

Ich bin ein neuer Mensch. Nein, ich meine ich habe einen neuen Mac. Der subjektive Eindruck: WOW. Egal was ich mache, es gibt kaum noch Verzögerungen. Bestes Beispiel ist Mail.app. Wenn ich direkt nach dem Systemstart auf das Symbol klicke, dauert es eine halbe Sekunde bis ich im Programm arbeiten kann. Und das bei 4 Postfächern mit ca. 7500 Mails. Auch sonstige Stresstest wie das öffnen von 10 Programmen gleichzeitig bringen den Mac nicht mehr aus der Ruhe. Und das oben beschriebene Problem der bremsenden virtuellen Maschine ist dank des Speicherupgrades auch verflogen. Ich habe meiner Windows 7 Maschine jetzt sogar 1,5 GB Arbeitsspeicher gegönnt.

Fragen

Nur eine Sache wurmt mich noch ein bisschen. Warum braucht der Mac beim Einschalten so lange, bis der Apfel gezeigt wird und damit das Betriebssystem geladen wird.

Außerdem frage ich mich schon länger, ob es eine gute alternative zum Benchmark Xbench gibt. Ich würde gerne der Festplatte richtig auf den Zahn fühlen.

1 Kommentar zu “Das ÜberMacBook (Pro)”

  1. Danke dir! Das hab ich noch nicht gewusst. Sowohl die Preise für RAM und die neue Festplattentechnik sind mir neu.

Diesen Artikel kommentieren