Skyfire bringt Flash-Videos auf das iPhone


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Als ich letzte Woche gehört habe, dass es im App Store einen neuen Browser fürs iPhone namens Skyfire gibt, der Flash-Videos abspielt, habe ich erstmal gestutzt: Wie kann ausgerechnet eine App, die das von Steve Jobs verhasste Flash-Format aufs iPhone bringt, das pingelige Genehmigungsverfahren von Apple überstehen?

Die Antwort ist relativ simpel: Skyfire setzt wie Safari auf WebKit auf, einer Open-Source-Software, die vereinfacht gesagt, für den Seitenaufbau im Browser zuständig ist – ein Grund, warum Apple schlecht „nein“ sagen konnte. Dazu kommt, dass Skyfire zwar Flash-Videos abspielt, tatsächlich das Format aber genausowenig wie Safari beherrscht: Öffnet man eine Webseite mit einem Flash-Video, leitet der Browser den Film an einen Skyfire-Server weiter, der ihn dann ins iPhone kompatible Videoformat H.264 umwandelt und aufs Smartphone streamt – eine nicht nur clevere, sondern auch Akku schonende Lösung.

Einen kleinen Haken hat die Sache dann aber leider doch: Weil sich Skyfire nach der Veröffentlichung  wie verrückt verkauft hat, waren die Firmen-Server wenig später mit dem Video-Umwandeln ziemlich ausgelastet. Um den Service für Bestandskunden aufrechterhalten zu können, musste der App-Verkauf ausgesetzt werden. Mittlerweile ist Skyfire zwar wieder erhältlich, vorerst allerdings nur im US-Store. Wir iPhone-User in Deutschland müssen uns also noch eine Weile gedulden …

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